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Messe Wels

 

Retter
01.-03.10.2010

 

Caravan Salon
13.-17.10.2010

 

PS Show
23.-26.10.2010

 

Gesund Leben
05.-07.11.2010

 

Energiesparmesse
02.-06.03.2011

 

Caravan
31.03.-03.04.11

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Energiesparmesse 2011

Fachbesucherzuwachs – Eröffnung hochrangig besucht -
 

Erfolgreicher konnte der Start der diesjährigen Energiesparmesse nicht sein. Bereits die ersten beiden Messetage, die dem Fachpublikum für exklusive Gespräche zur Verfügung standen, spiegelten den enormen Boom bei Erneuerbaren Energien und energieeffizienter Heiztechnik wider. Nach wie vor steigendes Umweltbewusstsein und ein hohes Interesse an neuen Technologien machen die Energiesparmesse zu der Leitmesse in Österreich für Ökoenergie und Heiztechnik. Gesamt erwarten die Messebesucher rund 900 Aussteller aus den Bereichen Heiz- & Energie-tech, Baumat & Gebäude-tech sowie Wasser- & Sanitär-tech mit einem kompletten Querschnitt der aktuellsten Produkte, Trends und technischen Innovationen.

Dir. Mag. Robert Schneider, Geschäftsführer der Messe Wels ist sich dem hohen Potential der Energiesparmesse bewusst: „Trotz Wirtschaftskrise bestätigen uns unsere Aussteller gute Geschäfte und positive Prognosen für die Zukunft. Der anhaltende wirtschaftliche Erfolg zeigt deutlich, dass das Umdenken in der Bevölkerung längst gelebt wird und „Energiesparen“ nicht mehr alleine im Vordergrund steht. Unsere Messebesucher lassen sich vielmehr zu sinnvoll richtigen Investitionen beraten, die auf lange Sicht Kosten reduzieren und die Umwelt schonen.

Offiziell eröffnet wurde die Energiesparmesse Wels 2010 im Beisein von zwei Bundesministern: Umweltminister DI Niki Berlakovich und Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner kamen nach Wels, um die Bedeutung der Messe für Umwelt und Wirtschaft zu unterstreichen. Die hochkarätigen Eröffnungsgäste kamen aber nicht nur aus Österreich. Wels begrüßte Abgeordnete und Delegationen aus Dänemark, Polen, Serbien, Albanien, China, Südafrika und auch den USA.
Die Eröffnungsansprachen richteten den Blick vor allem auf die Zukunft, zu erreichende Ziele in puncto Klimaschutz und auf die Chancen der Österreichischen Unternehmen, weltweit am Markt für erneuerbare Energien Fuß zu fassen.

Messepräsident Bgm. Dr. Peter Koits ruft auf, gerade auch wegen steigender Energiepreise die Chancen, die sich durch technische Kompetenz ergeben, zu nutzen. Er sieht darin auch das Motto der Energiesparmesse, die wie keine andere vergleichbare Messe umfassend aktuellste Innovationen und Technologien vorstellt. Weiters erklärt Bgm. Koits, dass sich die Stadt Wels als Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2030 komplett auf erneuerbare Energien umzusteigen und auch elektrische Mobilität künftig eine große Rolle in Wels spielen wird.

Im anschließenden Thementalk griff Umweltlandesrat Rudi Anschober noch einmal das Thema Wirtschaftskrise auf und machte deutlich, dass „nachhaltig sparen“ bedeutet, jetzt eine Investitionsentscheidung für die Zukunft zu treffen. Anschober spricht von dem „Konjunkturmotor Klimaschutz“ der sowohl wirtschaftlichen Erfolg garantiert als auch den Weg aus der Preisfalle fossile Brennstoffe zeigt. Oberösterreich ist führend in Technologien zu Erneuerbarer Energie und bereits sieben große Firmen aus dem Bereich Ökoenergie haben sich am US-Amerikanischen Markt profilieren können. Der Boom verdeutlicht sich in Zahlen: 2007 belief sich der Marktumsatz der Energieumstellung auf 160 Mrd. Dollar, 2009 wuchs diese Gesamtsumme bereits auf 460 Mrd. Dollar.

Wohnbaulandesrat Dr. Manfred Haimbuchner merkt in erster Linie kritisch an, dass das Erreichen der vorgeschriebenen Energiekennzahlen für Privatbauten bis 2011 nur durch kontrollierte Wohnraumlüftung erreicht werden kann. Oberösterreich hat in diesem Bereich sehr strenge Vorgaben die aus Sicht von Haimbuchner hinterfragt werden müssen. Ein weiteres „heißes“ Thema sind die Förderungsgelder für den Heizkesseltausch in der Sanierung. Die befristete Förderungsinitiative war richtig, ist aber derzeit problematisch aufgrund von Budgetknappheit. Seine Hauptaufgabe sieht Landesrat Haimbuchner derzeit darin, das Wohnen und die thermische Sanierung für die oberösterreichischen BürgerInnen leistbar zu machen.

Umweltverträglichkeit im öffentlichen Verkehr ist das Thema von Landesrat Dr. Hermann Kepplinger. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist notwendig, besonders wichtig werden hierbei künftig Konzepte, die eine Erweiterung des Nahverkehrs über die Ballungszentren hinaus ermöglichen. Bequem, schnell und umweltverträglich sind hier die Schlagworte für den Verkehr der Zukunft. Auch Kepplinger nennt die elektrische Mobilität als eine vielversprechende Zukunftsperspektive.

In seiner Festansprache nennt Agrar- und Forstwirtschaftslandesrat Dr. Josef Stockinger die Energiesparmesse eine Symbolmesse Oberösterreichs für den Zukunftsweg, den man in unserem Bundesland gehen will. Gerade in schwierigen Zeiten und budgetären Engpässen ist die Politik angehalten, zukunftsorientiert richtig zu handeln. Stockinger betont, dass es gelingen muss, private Investitionen besonders im Bereich der thermischen Sanierung zu unterstützen. Auch in den öffentlichen Haushalten wird Energieautarkie zu einem zentralen Thema. Stockinger stellt dazu den neuen, ab Herbst dieses Jahres möglichen Ausbildungsweg „Biomasse und Bioenergie“ vor und unterstreicht, welche Vorreiterrolle Oberösterreich damit bei agrarischen Berufen und bei der Arbeitsplatzschaffung überhaupt einnimmt.

Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner spricht von der neuen Energiestrategie, die Wirtschaftsministerium und Umweltministerium in Kooperation umsetzten. Die wesentlichen drei Ebenen dieser Offensive sind zum ersten das Erkennen von wirtschaftlichen Zukunftschancen und die Stärkung der Marktkompetenz. Dazu nennt Mitterlehner den Kernbegriff Ökoinnovation, ein Branchenbereich der zunehmend weltweit an Bedeutung gewinnt, insbesondere wenn man sich weltweit am Ökoenergie Markt umsieht und einen Vorstoß in andere Märkte plant. Zweiter Aspekt der Strategie ist sich den neuen Technologien im Bereich erneuerbarer Energieträger zu stellen und die Entwicklung bei energieeffizienter Technik voran zu treiben. Den dritten Aspekt betitelt Wirtschaftsminister Mitterlehner als „Awareness“ und beschreibt damit das Bewusstsein für richtige Investition, um Nachhaltigkeit zu erreichen.

Bundesminister DI Niki Berlakovich vergab zunächst im Rahmen der Eröffnung das Österreichische Umweltzeichen an Lohberger Heiz- und Kochgeräte Technologie GmbH, EN-Tech Energietechnikproduktion GmbH, ETA Heiztechnik GmbH , ÖkoFEN Forschungs- und Entwicklungs Ges.m.b.H und Mayr-Melnhof HolzgmbH. In seiner Eröffnungsrede spricht der Umweltminister anschließend vom Programm 20/20, das vorsieht 20 % der Emissionen bis ins Jahr 2020 zu reduzieren. Zurzeit erreicht Österreich die gesetzten Kyoto-Protokoll Ziele nicht, im Wesentlichen verantwortlich dafür ist zu einem Großteil der Verkehr wo folglich großer Handlungsbedarf besteht. Elektromobilität ist auch seitens Berlakovich ein vielversprechender Lösungsansatz dazu. Zusätzlich ist bei Raumwärme noch ein großes Einsparungspotential vorhanden. Hier soll auch die Initiative „Klimaschutz- und Energiemodell Regionen“, die Gemeinden in die Energieautarkie führen will, einen wesentlichen Beitrag leisten.

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